Sie sind überschuldet und benötigen Hilfe, da Ihre finanziellen Möglichkeiten völlig ausgeschöpft sind und Sie sich einer steigenden Anzahl von Gläubigern gegenüber sehen? Sie glauben, dass die Privatinsolvenz der einzige Ausweg aus Ihrer finanziellen Notlage ist? Gerne berate ich Sie kompetent und begleite Sie auf dem Weg in ein  schuldenfreies Leben.

Privatinsolvenz: ein guter Ausweg?

Die Entscheidung für die Privatinsolvenz muss nicht unbedingt der einzige Weg aus den Schulden sein. Doch oftmals ist sie der beste / einzige / schnellstmögliche Ausweg aus der finanziellen Misere.

Prozess der Privatinsolvenz: das fünfstufige Verfahren

Mit dem Privatinsolvenzverfahren wird nicht-selbstständigen Privatpersonen die Möglichkeit geboten sich in einem fünfstufigen Verfahren von den Schulden zu befreien. Nach sechs Jahren endet das juristische Verfahren und der Schuldner erhält die Möglichkeit sein Leben finanziell neu zu beginnen.

Der Prozess der Privatinsolvenz untergliedert sich im Wesentlichen in folgende 5 Stufen:

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Die Abfolge der einzelnen Stufen ist die gesetzlich verankerte Vorgehensweise bei Privatinsolvenzen.

An erster Stelle steht als zwingende Voraussetzung der Versuch, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Scheitert diese, folgt der Versuch einer gerichtlichen Einigung. Ist auch mit juristischem Mitteln keine Einigung auf den Weg zu bringen, wird das vereinfachte Insolvenzverfahren eingeleitet.

Kern des Privatinsolvenzverfahrens ist der Schuldentilgungsplan. Darin werden alle Möglichkeiten des Schuldners offen gelegt, die zur Tilgung der finanziellen Forderungen beitragen. Darauf folgt die dreijährige Wohlverhaltensphase, in welcher der Schuldner beweisen muss, dass er seine Finanzen unter Kontrolle hat. Dazu muss er sich an gewisse gesetzlich verankerte Regeln halten:

  • Der Schuldner muss jede zumutbare Arbeit annehmen, die es ihm ermöglicht die Schulden abzuzahlen
  • Die Tilgungen werden an einen Treuhänder gezahlt, der das Geld an die Gläubiger verteilt
  • Jegliche Änderungen der finanziellen Verhältnisse, wie eine etwaige Erbschaft sowie der Wechsel der Arbeitsstelle oder ein Wohnungsumzug müssen diesem angezeigt werden

Für eine erfolgreiche Beendigung der Wohlverhaltensphase ist es wichtig, dass der Schuldner mit dem Treuhänder zusammenarbeitet und ihm jegliche Veränderungen der finanziellen Situation sowie der Lebensumstände berichtet.

Die Privatinsolvenz endet mit der Restschuldbefreiung. Den im Insolvenzantrag angeführten Gläubigern wird anschließend mit Hinweis auf das beendete Insolvenzverfahren die Zahlung verweigert. Dies bewirkt eine Veränderung des rechtlichen Status des Verfahrens: ein ruhendes Schuldverhältnis. Abschließend sollte bei / von jedem Einzelnen der Gläubiger ein Schuldenerlass oder ein Forderungsverzicht beantragt werden. Der Schuldner ist dann offiziell von den Schulden befreit. Die Löschung von Schufaeinträgen erfolgt nicht erst nach drei Jahren, sondern wird bereits nach einem Jahr vorgenommen. Das Insolvenzverfahren gilt als erfolgreich abgeschlossen. Die Schulden gelten als beglichen, so dass einem finanziellen Neubeginn nichts mehr im Wege steht.